Zielsetzungen des Luftreinhalteplans

Der Luftreinhalteplan 2010 zieht eine Bilanz über die bereits getroffenen Massnahmen der Luftreinhaltepläne 2004 und 2007. Zudem wird dargelegt, um wie viel der Schadstoffausstoss gesenkt werden muss, damit die Luftreinhalte-Ziele erreicht werden können. Ausgehend vom Handlungsbedarf werden zusätzliche Massnahmen in folgenden Handlungsfeldern festgelegt:

 
Verkehr
Energie
Industrie und Gewerbe
Landwirtschaft
 

Die bisherige Umsetzung der Massnahmen der Luftreinhaltpläne 2004 und 2007 hat zu einer deutlichen Reduktion der Schadstoffbelastungen geführt. Einige Massnahmen sind jedoch noch in der Umsetzungsphase. So soll im Kanton Basel-Stadt mit dem Projekt «Aktionsplan gesunde Luft in Wohnquartieren» eine Strategie für den Abbau von lokalen Belastungen entwickelt werden, um an stark belasteten strassennahen Standorten die Luftbelastung auf die Höhe der Jahresimmissionsgrenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub ab spätestens 2015 zu senken. Heute liegt die Belastung z.T. bei rund dem Doppelten des Jahresgrenzwerts (z.B. Feldbergstrasse in Basel-Stadt)

Die ergänzenden Massnahmen des Luftreinhalteplans 2010 sehen technische wie auch organisatorische Lösungen in allen Handlungsfeldern vor.  Im Bereich Verkehr soll für den Kanton Basel-Stadt das Förderprogramm «Nachhaltige Mobilität Basel-Stadt» umgesetzt werden. Im Weiteren ist die Integration der Luftreinhalteziele in das Agglomerationsprogramm Basel vorgesehen. Zur Minderung der PM10-Belastung im Bereich von Strassen-Tunnelportalen soll ein Feinstaubrückhaltesystem getestet werden.

Im Bereich Energie sollen verkürzte Sanierungsfristen für grössere und emissionsintensive Holzfeuerungsanlagen eingeführt werden. Beim Bund wird beantragt, stickstoffarmes Heizöl fiskalisch zu fördern.

Die Emissionen aus dem Baustellenverkehr sollen durch Auflagen zur Flottenzusammensetzung reduziert werden. Bei dieselbetriebenen Maschinen und Geräten soll der Einbau von Dieselrussfiltern weiter gefördert werden.
Der Ausstoss an VOC soll bei Grossemittenten durch die Anwendung des Standes der Technik weiter gesenkt werden.

Mit der Einführung eines Umweltsparbuches beider Basel soll ökologisch sinnvolles Verhalten mit Rabatten und Startguthaben belohnt werden.
Die neuen Massnahmen werden zu einer weiteren Schadstoffreduktion beitragen: Die VOC-Frachten werden im Jahr 2015 nahe am Emissionsziel liegen. Bei den Schadstoffen NOx, PM10 und NH3 können die Ziellücken nicht geschlossen werden.