Die Schadstoffbelastung des Bodens durch die Bau- und Landwirtschaft ist weiterhin rückläufig. Dem stehen die anhaltende Bodenverdichtung und -versiegelung sowie der Kulturlandverlust durch die Ausdehung der Siedlungsflächen entgegen.
Der Gewässerschutz hat in beiden Kantonen einen guten Standard. Die Belastungen des Grundwassers sowie der Oberflächengewässer mit chemischen Verunreinigungen sind rückläufig. Sauberes Trinkwasser steht ausreichend zur Verfügung. Die Gewässerschutzmassnahmen der für die Region bedeutsamen Chemischen Industrie und im Gewerbe haben einen hohen Standard. Sorge bereitet die Erwärmung der Gewässer. Das Wasser ist auch immer noch mit Mikroverunreinigungen von schwer abbaubarern Stoffen belastet.
Zahlreiche Massnahmen haben die Luftbelastung, je nach Schadstoff unterschiedlich stark, reduziert. Die Luftqualität ist besser geworden. Dank des aktualisierten Luftreinhalteplans zeigen die Emissionen bei nahezu allen Schadstoffen und Verursachergruppen eine leicht rückläufige Tendenz. Doch die Fortschritte der Jahre 1980-2000 lassen sich nicht mehr fortsetzen.
Beim Lärmschutz wurden Erfolge beispielsweise durch die Sanierung der Schiessanlagen, bei der Bekämpfung des Industrie- und Gewerbelärms, mit leiserem Rollmaterial der Bahnen und mit leiseren Triebwerken sowie besserer Auslastung der Flugzeuge erzielt. Der Fortschritt wird aber durch die immer noch zunehmende Mobilität kompensiert.
Eine wesentliche Umweltentlastung konnte durch die verbesserte Abfallbehandlung, sowohl der verwertbaren als auch der nicht verwertbaren Abfälle erreicht werden. Die Abkehr von der Deponierung brennbarer Abfälle hat dazu beigetragen. Bei gleich bleibender Gesamtabfallmenge, wurden die Anteile separat erfasster Wertstoffe markant gesteigert.
Der Gesamtenergieverbrauch pro Kopf hat in der Berichtsperiode in beiden Halbkantonen praktisch stagniert. In Basel-Landschaft liegt er leicht, in Basel-Stadt deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Der Anteil erneuerbarer Energien hat weiter zugenommen, liegt aber in bescheidenem Rahmen. Der Pro-Kopf-Verbrauch bei den Treibstoffen ist in BS um rund 4% angestiegen, in BL um 2.5%. Die Steigerung beim Pro-Kopf-Stromverbrauch beträgt in BL 1%, in BS 9%. Diesem markanten Mehrverbrauch steht in BS bei den Brennstoffen ein Minderverbrauch von 13% gegenüber. In BL hat der Brennstoffverbrauch stagniert.
Die Klimaveränderung ist auch in unserer Region spürbar. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Temperaturzunahme sogar verstärkt. Klimaschutzpolitik ist Treibhausgas-, vor allem CO2-Reduktionspolitk. Dazu ist international, national und kantonal noch viel zu tun! |