Die Politik kleiner Schritte und der Sensibilisierung sowie der Einbezug wichtiger Akteure für einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden und der Bodenfläche zeigt Wirkung. Das Wissen um die Bodenknappheit und -empfindlichkeit hat zugenommen und in teilweise bodenfreundliches Handeln bewirkt.
Die gute Bilanz im Gewässerschutz hat es ermöglicht, neue Vollzugsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Eigentümern und Betreibern von Abwasseranlagen wird mehr Selbstverantwortung zugestanden. So wurden mit einigen Firmen der chemischen Industrie Kooperationsvereinbarungen und mit verschiedenen Verbänden Branchenvereinbarungen geschlossen. Die Verantwortung zur Einhaltung der Gesetze wird so den Anlageninhabern übergeben.
Natur und Landschaft kamen die zahlreichen Projekte zur Aufwertung und zum Schutz der Artenvielfalt zu Gute, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. Die ökologische Aufwertung der Fliessgewässer leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
Die Anstrengungen zur Verminderung von Luft-Schadstoffemissionen konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf den Problemschadstoff PM10 bzw. Feinstaub. Im Vordergrund stand dabei die Emissionsreduktion von Dieselruss, vornehmlich aus dem Strassenverkehr, auf Baustellen und ähnlichen Anlagen.
In beiden Kantonen wurden bisher für 47 (BS 33, BL 14) Altlasten-Standorte eine Sanierung verlangt. Bei 36 (BS 29, BL 7) Standorten konnte die Sanierung abgeschlossen werden, bei 11 (BS 4, BL 7) Standorten sind die Sanierungsarbeiten noch im Gange.
Wo Massnahmen zur Verkehrslenkung und -beruhigung nicht möglich waren, wurden Massnahmen zum Lärmschutz der Bevölkerung angeordnet. Dazu gehören teure Nachsanierungen mit Lärmschutzbauten entlang der Hochleistungs- und Hauptverkehrsstrassen und der Einbau von Schallschutzfenstern bei den übrigen Strassen.
Durch kostendeckende Abfallgebühren und die konsequente Durchsetzung des Verursacherprinzips konnten der Anteil der separat gesammelten Wertstoffe gesteigert und Erfolge in der Abfallvermeidung erzielt werden.
Basel ist Pilotregion der 2000-Watt-Gesellschaft, welche in Zusammenarbeit von Novatlantis (ETHZ), der Basler Baudepartemente, der Fachhochschule NWCH und der Universität Basel entstanden. Stadtentwicklung und Mobilität bilden in der Pilotregion seit 2001 den Forschungsschwerpunkt. Beim Bauen fokussiert die Pilotregion auf grosse Entwicklungsvorhaben, Pilot- und Demonstrationsprojekte und neue Bautechnologien. Basel-Landschaft beteiligt sich im Teilprojekt «Erlebnisraum Moblität».
Basel-Stadt verfügt dank der Mittel aus dem Energiesparfonds über umfangreiche Fördermittel die seine Energiepolitik prägen und auch Basel-Land leistet Förderbeiträge an sparsame Anlagen und Bauten. Basel-Stadt hat sich das ambitionierte Ziel einer klimaneutralen Verwaltung gesetzt. Die Energie- und Klimapolitik der beiden Basler Kantone erreicht die notwendige CO2-Emissionsreduktion noch nicht. |