Die Böden werden heute stärker mechanisch beansprucht
Die Böden sind – im eigentlichen Wortsinn – immer stärkerem Druck ausgesetzt. Sie werden mit grösseren, leistungsfähigeren und schwereren Maschinen befahren und bearbeitet. So hat das durchschnittliche Gewicht des jeweils schwersten Traktors auf den Betrieben in den letzten 10 Jahren um 20% zugenommen. Die durchschnittliche Achslast der jeweils schwersten Landwirtschaftsmaschine auf den Betrieben hat im gleichen Zeitraum um über 40% zugenommen. Dabei zeigen sich regionale Unterschiede.
Vor allem die erheblich höheren Achslasten der Maschinen bergen das Risiko von Strukturschäden in der Tiefe. Verantwortlich dafür ist die Druckfortpflanzung in die Tiefe. Diese lässt sich mit Massnahmen wie zum Beispiel Doppelbereifung nur sehr beschränkt kompensieren. Schwere Maschinen sind folglich a priori eine zusätzliche Gefahr für die Böden. Dies gilt nicht nur für die Landwirtschaft, sondern speziell auch für Baumaschinen.
Mit der Zunahme der Gewichte und Achslasten ist aber auch eine positive technische Entwicklung verbunden: breitere Reifen vermindern den Auflagedruck oder Differenzialgetriebe und Allradantrieb vermeiden Schlupf und damit Bodenzerstörung. Solche Entwicklungen können zu einer geringeren mechanischen Beanspruchung der Böden führen. So verstärkt die Erhöhung der Arbeitsbreiten zwar die mechanischen Beanspruchung in den Fahrgassen, sie vermindert aber gleichzeitig die Gesamtfläche des befahrenen Bodens.