Die umweltgefährdende Wirkung von Chemikalien wurde in vielen Fällen erst Jahre oder gar Jahrzehnte nach deren Verwendung erkannt. So galten Stoffe wie die besonders umweltgefährlichen polychlorierten Biphenyle bei ihrer Einführung als vollkommen unbedenklich. Auch heute noch ist die Eliminierung von schon lange verbotenen Problemstoffen aus dem Stoffkreislauf ein wichtiges Thema der Chemikalienfachstellen in beiden Basel.
Andererseits werden aber laufend neue Chemikalien als umweltgefährdend erkannt, welche heute noch eingesetzt werden oder in Produkten als Verunreinigung erhalten sind. Deshalb untersuchen die Chemikalienfachstellen die auf dem Markt angebotenen Produkte stichprobenweise auf umweltgefährdende oder gesundheitsschädliche Stoffe und sorgen dafür, dass nicht gesetzeskonforme Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Zudem tragen sie mit Informationskampagnen und Beratung dazu bei, dass problematische Chemikalien durch ungefährliche ersetzt werden.
Die Einführung einer neuen EU-kompatiblen Chemikaliengesetzgebung, welche deutlich mehr als bisher auf die Eigenverantwortung der Hersteller und Importeure baut, stellt die Fachstellen nun vor die Herausforderung, das bisher hohe Niveau im Umwelt- und Gesundheitsschutz auch unter dem neuen Recht aufrecht zu erhalten. |