Bahnanlagen
Die Magnetfelder von Fahrleitungen unterliegen ebenfalls grossen zeitlichen Schwankungen. Lokomotiven, die beschleunigen oder elektrisch bremsen, erhöhen den Stromfluss, was zu einer Verstärkung des Magnetfeldes führt. Je mehr elektrische Züge auf einer Linie verkehren, desto grösser sind die Magnetfelder (Abb. 1).
Der Immissionsgrenzwert für die magnetische Flussdichte beträgt 300 Mikrotesla und wird überall eingehalten. Der Anlagegrenzwert für den vorsorglichen Schutz an Orten, wo sich Personen längere Zeit aufhalten, beträgt 1 Mikrotesla, gemittelt über 24 Stunden. Der Mindestabstand für die Einhaltung dieses Werts beträgt 10 bis 25 Meter. Dieser Grenzwert gilt jedoch nur für neue Bahnanlagen. Bei bestehenden Fahrleitungen muss die Intensität der Magnetfelder durch die Installation eines Erdleiterseils, über das Rückströme kontrolliert zurückfliessen können, vermindert werden. In der Region Basel sind alle Fahrleitungen inzwischen mit solchen Erdleiterseilen ausgerüstet.
Trambahnen und Trolleybuslinien werden mit Gleichstrom betrieben. Die dabei entstehenden statischen Felder werden bezüglich dem Gesundheitsrisiko als unbedenklich angesehen.