Durch zu hohen Stickstoff-Eintrag werden empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Trockenwiesen oder Moore geschädigt. Neben den Stickoxid-Emissionen vom Strassenverkehr, Feuerungen, Industrie und Gewerbe sind vor allem die Ammoniak-Emissionen der Landwirtschaft problematisch.
Stickstoff ist unentbehrlich für das Pflanzenwachstum. Gewisse Pflanzenkulturen haben einen hohen Stickstoffbedarf, der u.a. über die Düngung gedeckt werden kann. Ein erhöhter Stickstoffeintrag schädigt hingegen stickstoffempfindliche Ökosysteme, wie Wälder, Trockenwiesen und Moore.
Stickoxide (NOx) und Ammoniak (NH3) werden durch chemische Prozesse in der Atmosphäre umgewandelt. Es entstehen dabei Nitrat- und Ammonium-Partikel, welche u.a. auch Teil des Feinstaubs (PM10) sind. NOx und NH3 werden von den Pflanzen und dem Boden gasförmig oder durch Partikel aufgenommen. Dies wird als Stickstoff-Eintrag (Deposition) bezeichnet. Die Beurteilung des Ausmasses der Deposition erfolgt anhand von Critical Loads.
Infolge der übermässigen Ammoniak- und Stickoxidemissionen aus Landwirtschaft, Strassenverkehr, Feuerungen sowie Industrie und Gewerbe liegen die Stickstoffeinträge praktisch flächenhaft über der längerfristig verkraftbaren Schwelle («ökologische Belastungsgrenze» = Critical Loads). Der Eintrag von Stickstoffverbindungen muss deshalb weiter reduziert werden.
|