Schwermetalle wie Cadmium und Blei stellen eine Gefährdung der Umwelt dar und können durch direkte Aufnahme oder über den Weg der Nahrungsmittel auch den Menschen gefährden.
So wirkt sich eine erhöhte Bleiaufnahme auf das Nervensystem aus und kann vor allem bei Föten und Kindern zu geistigen Behinderungen führen. Beim Cadmium stehen die krebserzeugende Wirkung und die Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit im Vordergrund.
Ein Dauerbrenner
Während organischen Problemstoffe z.T. auf natürlichem Wege abgebaut oder durch ein Behandlungsverfahren (z.B. Verbrennung) zerstört werden können, bleiben Schwermetalle im Stoffkreislauf und in der Umwelt erhalten. Bei einer Verbrennung von Abfällen gelangen sie entweder in die Schlacke oder in die Rauchgase und können nur durch aufwändige Prozesse zurückgehalten werden. In der Natur reichern sich Schwermetalle (aus der Luft, aus Düngern) in den genutzten Bodenschichten an und können die Bodenfruchtbarkeit gefährden. Auch für Wasserorganismen sind Schwermetalle oft toxisch und können sich auf dem Weg der Nahrungskette aufkonzentrieren.
Verbreitete Anwendung und diffuser Eintrag in die Umwelt
In Konsumprodukten werden verschiedene Schwermetalle gezielt eingesetzt, so unter anderem auch Cadmium und Antimon. Cadmiumverbindungen finden Verwendung in wiederaufladbaren Batterien (Nickel-Cadmium-Akkumulatoren) und als Stabilisator in Kunststoffen. Antimon wird zur Verhinderung von Gerätebränden in Kunststoffen eingesetzt.
Neben dem gezielten Einsatz von Schwermetallen in Produkten können sie auch als unerwünschte Verunreinigungen in den Stoffkreislauf oder die Umwelt gelangen.
So ist zum Beispiel Cadmium in Phosphatdüngern als (natürliche) Verunreinigung enthalten und gelangt so direkt in die Böden. Auch die als Korrosionsschutz eingesetzten Verzinkungen von Stahlteilen können mit Cadmium und Blei belastet sein und diese in die Umwelt abgeben.
Bis vor kurzem wurden auch mit dem als Dünger genutzten Klärschlamm unerwünschte Schwermetall-Verunreinigungen (aus dem Abwasser) auf die Böden verfrachtet. Die Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Krankheiten haben inzwischen in der Schweiz zu einem Verbot des Klärschlammaustrags geführt, das in den beiden Basel bereits vollständig umgesetzt ist.
Dünger
Angesichts des grossen Volumens an eingesetzten Marktdüngern und des direkten Austrags in die Umwelt (Böden) wurden im Rahmen einer koordinierten Marktkontrolle mit anderen Kantonen auch in den beiden Basel Dünger bei Importeuren und Herstellern erhoben und auf Cadmium sowie Nährstoffe untersucht. Als problematisch erwiesen sich dabei die erhöhten Cadmiumgehalte in einzelnen Phosphatdüngern.
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Batterien und Akkumulatoren
Die Verwendung von Cadmium in Batterien und Akkumulatoren ist zwar schrittweise eingeschränkt worden und die anfänglich weit verbreiteten Nickel-Cadmium-Akkumulatoren werden heuet in vielen Anwendungsbereichen durch weniger problematische Typen (z.B. Nickel-Metallhydrid-Akkus) ersetzt.
Die verbleibenden Anwendungen stellen aber weiterhin eine potentielle Umweltgefährdung dar, falls die enthaltenen Problemstoffe in die Umwelt gelangen. So ist heute die Rücklaufquote für die meistverkauften Batterien und Akkus trotz der bestehenden Rückgabepflicht und der Rückgabemöglichkeit bei jeder Verkaufsstelle mit rund 63% immer noch zu tief. Es ist davon auszugehen, dass die nicht erfassten Batterien und Akkumulatoren in erster Linie über den Kehricht entsorgt werden. Dort können die gefährlichen Stoffe zwar zurückgehalten werden, belasten aber Schlacke und Rauchgasreinigungsrückstände.
Im Rahmen einer gesamtschweizerisch koordiniert durchgeführten Kampagne wurde daher auch in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft überprüft, wie weit die Verkaufsstellen ihrer Rücknahme- und Informationspflicht für Batterien nachkommen. Dabei zeigte sich, dass die Verkaufsstellen gebrauchte Batterien in der Regel anstandslos zurücknehmen, dass sie aber kaum etwas unternehmen, um die Käufer auf die Rückgabepflicht hinzuweisen und sich als Rücknahmestellen anzubieten.
Die Entwicklung in diesem Bereich muss daher von den Bundesbehörden auch weiterhin kritisch beobachtet werden und es sind vermutlich weitere Anstrengungen nötig, um die Rücklaufquote merklich zu verbessern. |