Biologische Vielfalt (Biodiversität) lässt sich nicht herstellen. Sie ist das «Produkt» aus Erdgeschichte, Evolution, natürlichen Standortsverhältnissen und menschlicher Landschaftsnutzung. Für die Sicherung der einheimischen Biodiversität spielt daher der Schutz naturschutzfachlich bedeutsamer Landschaften und Lebensräume (Biotope) auch heute eine zentrale Rolle. Naturschutzgebiete sind nicht nur Refugien für seltene und geschützte Arten, sondern zugleich auch «Brückenköpfe», von welchen sich solche Arten wieder in die Landschaft ausbreiten können, wenn ihnen die Gelegenheit dazu geboten wird (Renaturierungen, Vernetzung, Ökologischer Ausgleich). Schutz und Unterhalt schutzwürdiger Biotope gehören daher zu den Kernaufgaben der kantonalen Naturschutzfachstelle. Grundlage für den Biotopschutz bilden die Bundesinventare, die kantonalen Naturinventare sowie das Waldreservatskonzept. Die insgesamt zu schützende Fläche der hochwertigen Biotope von regionaler und nationaler Bedeutung beträgt gemäss Entwurf des Kantonalen Richtplanes rund 7'900 ha (= 15% der Kantonsfläche).
Prioritär für das Baselbiet sind die Umsetzung der beiden Bundesinventare «Amphibienlaichgebiete» und «Trockenwiesen- und -weiden» sowie die Ausweisung von Waldreservaten. Per 2010 sind rund 140 von rund 360 hochwertigen Naturobjekten kantonal geschützt (bzw. im Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft). Ihre Fläche umfasst rund 3'774 ha (7.3 % der Kantonsfläche von 51'775 ha). Nach wie vor besteht deshalb noch grosser Handlungsbedarf. |