Wie viel Kupfer sich in einem Rebbergboden angereichert hat, hängt von der Nutzungsdauer als Rebberg und vom Zeitraum der Nutzung ab. Am stärksten belastet sind Rebbergböden, die seit ca. 1900 durchgehend bis heute bewirtschaftet werden. Ebenfalls deutlich belastet sind Rebberge, die im Zeitraum von ca. 1920 bis 1960 bewirtschaftet wurden. Demgegenüber sind Rebberge, die von 1920 aufgelassen wurden oder die erst ab etwa 1980 in Nutzung genommen wurden, deutlich weniger belastet.
Es können somit Böden mit aktueller oder mit ehemaliger Rebbaunutzung mit Kupfer belastet sein. Von 52 untersuchten aktuellen und ehemaligen Rebbergböden in der Region waren 70% über dem Richtwert belastet, also ökologisch nicht mehr gesund. 25% der Böden überschritten den Prüfwert, während der Sanierungswert in keinem Fall überschritten wurde.
Diese Belastungen sind beispielsweise dann von Bedeutung, wenn im Bereich aufgelassener Rebberge bebaut wird. Es gilt in diesen Fällen sicher zu stellen, dass belasteter Bodenaushub umweltgerecht entsorgt wird.