Bei der Stromerzeugung mit Gas sind Anfang des letzten Jahrhunderts vielerorts umweltschädigende Teerölprodukte angefallen und in den Untergrund gelangt. Der Standort des ehemaligen Gaswerks St. Johann in Basel musste deshalb mit hohen Kosten saniert werden.
Anschauliches Beispiel für die Sanierung einer Altlast im Kanton Basel-Stadt ist das ehemalige Gaswerk St. Johann. Verantwortlich dafür ist der Kanton Basel-Stadt als Rechtsnachfolger des ehemaligen Gaswerkbetreibers. Auf dem Areal zwischen Voltastrasse, Fabrikstrasse und Rhein wurde bis 1934 mittels Kohlevergasung Gas für die Stadtversorgung hergestellt. Nach dem Abriss des Gaswerks übernahm die dortige chemische Industrie Teile des alten Gaswerkareals. Damals erfolgte keine Sanierung des Geländes, die Betriebsbauten wurden grösstenteils ebenerdig abgerissen und der Untergrund wurde nicht angetastet.
Da der Untergrund jedoch durch die industriellen Tätigkeiten mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Schadstoffen belastet war, wurde das Gebiet Ende der 90er Jahre nach schweizerischem Altlastenrecht untersucht. Sondierbohrungen bestätigten, dass Teerölreste und andere Rückstände der Gasproduktion eine mögliche Gefährdung für das Grundwasser darstellen. Gestützt auf diese Ergebnisse wurde veranlasst, Teilbereiche sofort zu sanieren. |