Rheinüberwachung

Das AUE Basel-Stadt kontrolliert täglich im Auftrag des Bundes und des Landes Baden-Württemberg den Rhein.

 


Rhein unterhalb von Basel – Blick nach Norden über die Palmrainbrücke. Standort der Rheinüberwachungsstation.


Die Ziele der Station sind der Schutz des Trinkwassers von 20 Millionen Rheinunterliegern, der Schutz der Ökosysteme und die Alarmierung im Rahmen des Internationalen Warn- und Alarmdienstes «Rhein».

Verschiedener Überwachungs- und Kontrollenmassnahmen dienen der Zielereichung:

 
Langfristige Qualitätskontrolle (Trendüberwachung) des Rheins nach dem Programm der IKSR im Verbund mit anderen Überwachungsstationen in D, F und den NL. Dies ist Voraussetzung, um die Wirksamkeit von Massnahmen an der Quelle der Emissionen überprüfen zu können.
Kontrolle des Rheins unterhalb eines sehr grossen Einzugsgebiets mit ca. 6 Mio Einwohnern. Es wird dokumentiert, welche Frachten das Einzugsgebiet verlassen. Durch die internationale Zusammenarbeit zwischen den Rheinüberwachungsstationen können die Verursacher von Rheinverschmutzungen besser lokalisiert werden.
Überwachung des Rheins in Bezug auf alle gemeldeten und nicht gemeldeten Störfälle im Raum Nordwestschweiz und der deutschen Seite des Hochrheins. Diese Daten sind Voraussetzung für die Tätigkeit der Hauptwarnzentrale 1 (HWZ1). Meldungen der HWZ1 bilden die Grundlage für etwaige Massnahmen zum Schutz der Trinkwassergewinnungen im Unterlauf. Potentielle Verursacher von Störfällen sollen durch die Überwachung zum sorgfältigen Umgang mit der Ressource Wasser motiviert werden. Zugleich können Quellen eruiert und somit abgeschaltet werden.
 

Die chemisch-physikalische Wasserqualität hat sich im Berichtszeitraum nicht signifikant verändert. Sie kann durchwegs als gut bezeichnet werden. Sie entspricht den zurzeit gültigen Zielvorgaben. Massgebend tragen zwei Faktoren dazu bei:
 
Erstens sind im Einzugsgebiet der Rheinüberwachungsstation mehr als 95% aller Abwasserlieferanten an eine Kläranlage angeschlossen. Da das Einzugsgebiet bis Basel zum grösseren Teil auf Schweizer Hoheitsgebiet liegt, ist dies ein gutes Zeugnis für die Schweiz.
 
Zweitens weist das Einzugsgebiet bis Basel im europäischen Vergleich eine hohe Niederschlagsmenge auf. Dies führt zu einer gewissen Verdünnung der nach den Kläranlagen noch anfallenden Restschadstoffe.



Einzugsgebiet des Rheins

Links:
Amt für Umwelt und Energie BS, Zustandsberichte des Rheins:
» www.aue.bs.ch/analysen-und-ergebnisse.htm