Die Qualität der Trinkwasserressourcen
Die Trinkwasserressourcen in Basel und der Agglomeration werden durch natürliches Grundwasser sowie durch dessen Anreicherung mit Rhein- und Birswasser gebildet.
Die beiden grossen Wasserwerke der IWB in den Langen Erlen und der Hardwasser AG im Hardwald stützen sich auf die Grundwasseranreicherung mit Rheinwasser. Das angereicherte Grundwasser aus der Muttenzer Hard besteht aus rund 98% und das der Langen Erlen aus 40-80% Rheinwasserinfiltrat. Die Qualität des Rheins spielt somit in der Trinkwassergewinnung der Region eine zentrale Rolle.
Die Qualität des Rheins wird in Basel (Messstelle Rhein km 163.9) quasi kontinuierlich überwacht. Die Proben werden in den Anlagen der IWB automatisiert entnommen und aufbereitet. Die Rohwasserqualität weist beste Voraussetzungen auf für die naturnahe Aufbereitung über die künstliche Grundwasseranreicherung. Die Konzentration an organischen Substanzen (DOC) im Rheinwasser hat beispielsweise in den letzten Jahren von über 2 mg/L auf 1.5-1.7 mg/L (Rheinwasser bei Pratteln, 2010) abgenommen.
Früher war die Wasserqualität des Rheins jedoch wesentlich schlechter, was zu einer Belastung des Grundwasserleiters führte, die heute noch festgestellt werden kann. Dies ist einer der Gründe, weshalb das Trinkwasser aus den Langen Erlen und dem Hardwald mit einem Aktivkohlefilter aufbereitet wird.
Im Birstal wird das Grundwasser durch die Infiltration von Birswasser angereichert. Nur im Ergolztal reicht die natürlicherweise vorhandene Menge an Grundwasser für die Versorgung aus. Das Grundwasser im Birstal zeigt kaum Verunreinigungen mit Spurenstoffen, im unteren Ergolztal ist durch die hohe Infiltration von Ergolzwasser ins Grundwasser teilweise ein Einfluss durch die Flusswasserbelastungen zu sehen.
Das Kantonale Laboratorium BL führt in den Wasserversorgungen regelmässig Trinkwasserkontrollen durch. Dabei werden verschiedene mikrobiologische und chemische Parameter untersucht. Aufgrund der Nähe einiger Trinkwasserfassungen zu den Flüssen, sind Desinfektionsanlagen für die Trinkwasseraufbereitung eingebaut. Eine weitergehende Trinkwasseraufbereitung ist heute jedoch nicht notwendig.