Das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz ermöglicht auch neuartige Formen von Natur- und Landschaftsschutzprojekten: Uunberührte Gross-Schutzgebieten im Sinne eines Nationalparks, Naturerlebnisparks und Regionale Naturparks, in welchen der sorgsame Umgang mit Umwelt und Gesellschaft im Sinne der Nachhaltigkeit allgemein einen sehr hohen Stellenwert erhält. Insbesondere soll die Verbindung mit der lokalen Wirtschaft gesucht werden, um im Sinne eines regionalen Qualitätslabels von der integralen Qualität des ländlichen Raums zu profitieren.
Nationalpark-ähnliche Gross-Schutzgebiete in den beiden Basel sind unrealistisch - es fehlt an den erforderlichen, ungenutzten Flächen. Reelle Chancen liegen in Regionalen Naturparks oder in Naturerlebnisparks. Entscheidend dabei: Die Initiative muss aus lokaler (Gemeinde-) Ebene heruas wachsen, denn nur so lässt sich die Verankerung des Naturbewusstseins in der lokalen Bevölkerung wirksam erzielen. Der Kanton kann diese Initiativen aber massgeblich fördern, und zwar im Rahmen seiner naturschützerischen, raumplanerischen und gesellschaftspolitischen Lenkungsmöglichkeiten.
Ein viel versprechendes erstes Projekt - der Jurapark Baselland - befindet sich derzeit in der Aufbauphase. Sein umfassender Ansatz heisst: Natur und Umwelt für und mit den Menschen. Ähnliche Ziele verfolgt 'Jura 2010' im Gebiet Wasserfallen. Durchaus unter Nutzung der landschaftlichen Qualität und Schönheit wird die nachhaltige lokale Wertschöpfung gesucht - unter Verknüpfung von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus.
Der Kanton Basel-Landschaft erkennt in diesen Bestrebungen eine Chance, die auch im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu sehen ist. Er unterstützt den regionalen Jurapark Baselland deshalb im Rahmen seiner rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten.