Nachhaltigkeit in der Waldwirtschaft

Die Nachhaltigkeit in bezug auf die Waldfläche und auf die Holznutzung hat in der Waldwirtschaft lange Tradition. Bereits im letzten Jahrhundert wurden langfristige Überlegungen in die Planung der Waldbewirtschaftung miteinbezogen. Die Branche gilt als eigentliche Vorreiterin der gegenwärtigen Nachhaltigkeitsdiskussion. Das Prinzip der nachhaltigen Ressourcennutzung wird heute als Grundsatz des menschlichen Handelns gefordert. Der Begriff wird dabei mit weiteren Inhalten ausgestattet.

 


Die Forstwirtschaft gilt als «Erfinderin» des Nachhaltigkeitsgedanken. In der Schweiz wird seit über 100 Jahren nur soviel Holz geschlagen, wie auch nachwächst.

Das Wort «Nachhaltigkeit» tauchte erstmals im englischen Sprachraum auf. Im Jahre 1664 entstand John Evelyns Buch «Eine Abhandlung über Wald, Bäume und die Vermehrung von Holz». Es widmet sich einer möglichst regelmässigen und langfristigen gesicherten Holzgewinnung.
 
Umfassende Nachhaltigkeit
Der Nachhaltigkeitsgedanke soll in einem umfassenden Verständnis vertieft werden. Jede (Be-)Nutzung der Ressource Wald muss der Erhaltung des ganzen Ökosystems Wald untergeordnet werden und darf keine anderen Lebensräume und -gemeinschaften gefährden. Dies gilt als Grundlage, damit der Wald seine Schutzleistungen, sein Produktionspotenzial wie auch seine Wohlfahrtsaufgaben entsprechend den Vorgaben des neuen Bundesgesetzes über den Wald erfüllen kann.
 
Bei dem Streben nach einer umfassenden Nachhaltigkeit handelt es sich nicht um einen Selbstzweck, sondern die Überzeugung, dass – gestärkt durch die langjährigen positiven Erfahrungen mit der nachhaltigen Holznutzung – auf diese Weise die besten Voraussetzungen für künftige Bedürfnisse und Veränderungen geschaffen werden. Langfristig sollen alle zu den Gewinnern gehören.