Nachhaltige Entwicklung im Kanton Basel-Landschaft

Das Regierungsprogramm 2008-11 nennt die Nachhaltige Entwicklung als übergeordnetes Legislaturziel. Bereits im Regierungsprogramm 2004–07 hat der Regierungsrat die stärkere Verankerung der Nachhaltigkeit als übergeordnetes Ziel festgelegt und mit seiner Strategie Nachhaltige Entwicklung 2003 bis 2007 des Kantons Basel-Landschaft umschrieben, wie die Ziele der Nachhaltigen Entwicklung im Kanton umgesetzt werden. Eine erneuerte Strategie des Regierungsrates für die Nachhaltige Entwicklung im Kanton Basel-Landschaft, welche mit der erneuerten Bundesrätlichen Strategie abgestimmt wurde, ist im Februar 09 beschlossen worden.
 
Die Umsetzungsverantwortung liegt in erster Linie bei den Dienststellen der kantonalen Verwaltung. Das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) ist Fachstelle und Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung und Sekretariat des kantonalen Forums für Nachhaltige Entwicklung. Im Forum sind die wichtigsten Akteure aus Wirtschaft, Gemeinden, Organisationen, Verbänden und Verwaltung vertreten. Es bildet ein «sounding board» der Regierung. Die im Umweltbericht dargestellten Beiträge zur Nachhaltigkeitsdimenision Umwelt, werden vom AUE koordiniert.
Die Erhebung von rund 30 Kernindikatoren 2003, 2005, 2007 2009 und 2011 ermöglicht eine kantonale strategische Erfolgskontrolle. Im Vergleich mit 19 Kantonen schneidet der Kanton Basel-Landschaft gut ab. Ein Stärken-Schwächen-Profil zeigt aber auch den Handlungsbedarf.
Die Resultate der jüngsten Kernindikatorerhebung finden sich auf der Website des Bundesamtes für Statistik.

 

Relevante kantonale Vorhaben werden einem Nachhaltigkeits-Audit unterzogen. Mit dem sogenannten Nachhaltigkeitskompass werden die Auswirkungen des Projektes auf die Nachhaltige Entwicklung abgeschätzt. Die Beurteilungen fliessen in Regierungs- und Landratsvorlagen ein und ermöglichen so Entscheidungen unter Berücksichtigung der Nachhaltigen Entwicklung. Bisher wurden rund 30 Projekte beurteilt, beispielsweise die Landratsvorlagen zur Unternehmenssteuerreform, zur Naturgefahrenkarte Basel-Landschaft, zum Gesetz über die Umsetzung NFA und die Lastenverteilung auf Kanton und Gemeinden, zur steuerlichen Entlastung von Familien und tiefen Einkommen, zum Projekt Sicherheitsfunknetz «POLYCOM» usw.
 
Das gemeinsam mit der Verband Basellanschaftlicher Gemeinden erarbeitete Programm zur Förderung der Nachhaltigen Gemeindewentwicklung - IMPULS 21, konnte abgeschlossen werden. Die Programmziele sind erreicht: 12 Gemeinden des Kantons haben eigene Nachhaltigkeitsprozesse eingeleitet. 14 Gemeinden sind «Energiestädte». Das im Rahmen von Energiestadt angebotene Programm «Faktor 21» entspricht IMPULS 21. 177'000 Einwohner oder fast 65% der Kantonsbevölkerung leben demnach in Gemeinden mit Energiestadt- und/oder Nachhaltigkeitsprozessen.

Über Internet, insbesondere über die Website des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE, sind alle notwendigen Informationen zur Nachhaltigen Entwicklung und speziell zur Nachhaltigen Gemeindeentwicklung verfügbar.

Links:
Nachhaltige Entwicklung Kanton Basel-Landschaft:
» www.baselland.ch/Nachhaltige-Entwicklung.308664.0.html

Cercle Indicateurs, Bundesamt für Stratistik:
» www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/21/04/01.html

Cercle Indicateurs, Bundesamt für Raumplanung:
» www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00552/index.html