Klimaschutz: die grosse Herausforderung

Wir erwärmen die Atmosphäre unseres Planeten Erde durch die Anreicherung mit treibhauswirksamen Gasen. Sichtbar wird die Erwärmung durch das Abschmelzen von Gletschern und polaren Eismassen. Aber auch der Anstieg der Meeresspiegel und das vermehrte Auftreten von extremen Wetterereignissen verdeutlichen den Klimawandel. Die beiden Basler Halbkantone übernehmen Verantwortung und setzten Wegzeichen für eine lokale Klimaschutzpolitik.

 

Das Klima wandelt sich global. Ausgelöst wird der Wandel durch menschenverursachte Treibhausgase, die zur Erwärmung der Erdatmosphäre führen. Gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter hat sich die mittlere Temperatur der Erdatmosphäre bis jetzt um 0.7° C erhöht. Klimaszenarien bis zum Jahr 2100 rechnen mit einem Anstieg zwischen 2 und 6° C mit gewaltigen Auswirkungen für menschliche Gesellschaften und Ökosysteme (Abb. 1).

Klimaschutzpolitik ist in erster Linie Treibhausgas-Reduktionspolitik. CO2 ist das bedeutendste Treibhausgas. Es entsteht zur Hauptsache bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und - im Ausland - Kohle. Unsere gegenwärtige Lebens- und Wirtschaftsweise basiert wesentlich auf diesen Energieträgern: Sowohl bei den Brennstoffen als auch bei den Treibstoffen sind sie nicht kurzfristig aus den Versorgungsystemen wegzudenken. Zudem ist der Energieverbrauch in den vergangenen Jahren immer noch gewachsen.

Die Herausforderung ist gross für alle Akteure - Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Beim Klimaschutz sind auch alle Staatsebenen gefordert - international, national, kantonal und kommunal. Auf der kantonalen Ebene orientieren sich in beiden Basel die Energie-, Luftreinhalte-, Verkehrs- und Raumordnungspolitiken bereits am Klimaschutz. Diese Ausrichtung wird durch die Mitgliedschaft beim Klimabündnis bezeugt (Baselland nur assoziiert). Gemessen an den Zielen (CO2-Gesetz und EnergieSchweiz) sind die bisher durch Energieeffizienzsteigerungen und dem vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien erzielten Erfolge allerdings insgesamt auch in den beiden Basel nicht ausreichend.

Der Kanton Basel-Stadt verfügt mit seiner Energiepolitik und den dadurch zur Verfügung stehenden Fördermitteln, mit der Geschäftspolitik seiner Industriellen Werke, ihrer Tochtergesellschaft Compensate AG, der Beteiligung beim Novatlantis-Projekt «2000-Watt-Gesellschaft - Pilotregion Basel» und dem Ziel der klimaneutralen Verwaltung über eigenständige, ambitionierte Instrumente für den Klimaschutz.

In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit strebt die deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz die Klima-Modellregion Oberrhein an.

Von einer klimastabilen, globalisierungsfähigen Lebens- und Wirtschaftsweise sind wir jedoch noch weit entfernt. Wir haben hier viel zu tun. Leitmotiv dabei ist die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft.



Abb. 1: Abweichung der Erdoberflächentemperatur auf der Nordhemisphäre vom Mittelwert 1961-1990. Die Rekonstruktion von Mann et al. (IPCC) in hellgrün mit grau schattiertem Vertrauensbereich, die neuste Kurve von Moberg in rot, sowie weitere Rekonstruktionen. Ab 1856 bis 2000: direkt gemessene Werte. 2000 bis 2100: Entwicklungsszenarien nach IPCC
(Quelle: sc¦nat nach IPCC)

Links:
Fachrat der UNO für Klimafragen
» www.ipcc.ch

Klimapolitik der Schweiz
» www.umwelt-schweiz.ch/klima

Klimaportal des wissenschaftlichen Forums ProClim
» www.proclim.ch

Berichte: Klimaschutz am Oberrhein
» www.oberrheinkonferenz.ch

Tochtergesellschaft der IWB und von ecos. Gesamtlösungen für den Klimaschutz: Energieeffizienz, erneuerbare Energieen, Kompensation.
» www.compensate.ch

Europäisches Klimabündnis
» www.klimabuendnis.org

Schweizerisches Klimabündnis
» www.klimabuendnis.ch

Berechnung des persönlichen CO2-Ausstosses
» www.ecospeed.ch

Freiwillige Kompensationsmöglichkeiten für Treibhausgasemissionen
» www.myclimate.ch

Ausstellung «2°. Das Wetter, der Mensch und sein Klima»
» www.2grad.ch