Nach dem Ausbau und der Sanierung der Abwasserreinigungsanlagen Ergolz 1 in Sissach und Ergolz 2 in Füllinsdorf wurde in den Jahren 1997 und 1998 die Erfolgskontrolle durchgeführt. Diese Kontrolle ergab durchwegs positive Befunde. Einzig in der Ergolz im Abschnitt Liestal bis zur Mündung in den Rhein wurde ein erhöhter Gehalt an gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) ermittelt. In der Folge wurde im Rahmen des Projektes «ROC Ergolz» die Herkunft und die Wirkung untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass aus der Industrie 12%, aus der Deponie Elbisgraben 11% der ROC-Fracht stammt.
Sowohl die ARA Frenke 3 in Bubendorf wie auch die ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf zeigen eine stark erhöhte ROC-Fracht pro angeschlossenen Einwohner. Dies deutet auf eine deutliche Belastung durch Industrieabwässer und der Deponie Elbisgraben hin. Die Untersuchung auf die ökotoxikologische Wirkung der gereinigten Abwässer aus diesen beiden Abwasserreinigungsanlagen zeigten widersprüchliche Resultate. Da die Komplexizität und die Untersuchungskosten den Rahmen einer kantonalen Gewässerschutzfachstelle übersteigen, wurde das Projekt im Jahr 2003 sistiert. Damit entsprechende Vollzugsinstrumente für die Prüfung der Ökotoxikologie erarbeitet werden, wurde vorgeschlagen eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bundesamtes für Umwelt einzusetzen.