Grundwasserschutz Basel-Stadt

Für die Trinkwasserfassungen in den Langen Erlen wurde zum Schutz vor flächenhaft versickernden Schadstoffen wie Nitrat und Pflanzenschutzmittel ein Gewässerschutzbereich ausgeschieden. Er umfasst rund 310 ha, aus denen etwa 90% des Grundwassers stammt, welches in die Trinkwasserfassungen gelangt.

 


Schild Schutzgebiet


Nach Art. 19 des GSchG legen die Kantone zum Schutz des Grundwassers als Grundlage für die zu treffenden Schutzmassnahmen Gewässerschutzbereiche fest. Zu diesen Gewässerschutzbereichen gehört auch der Zuströmbereich. Er umfasst das Gebiet, aus dem etwa 90 Prozent des Grundwassers stammen, das zu einer Grundwasserfassung gelangt. Der Zuströmbereich soll einen umfassenden und gezielten Schutz der Wasserqualität vor flächenhaft versickernden Schadstoffen (Nitrat, Pflanzenschutzmittel) gewährleisten.

 

Die Bemessung des Zuströmbereiches für die Trinkwasserfassungen in den Langen Erlen basiert auf einer Betrachtung der Wasserflüsse. Er wurde im Auftrag des Amts für Umwelt und Energie durch das Geologische Institut der Uni Basel im Jahre 2005 ausgeschieden. Der Zuströmbereich umfasst in den oberen Langen Erlen einen kleinen Teil rechtsseitig der Wiese. In den unteren Langen Erlen reicht er bis auf deutsches Gebiet. Auch aus dem Bereich des Dinkelbergs fliesst Wasser den Fassungen in den Langen Erlen zu, sodass der Zuströmbereich hier entlang der Landesgrenze bei Lörrach bis zur Kreuzung Eisenbahnweg/Schmiedgasse reicht.
 
Grundwasseranalysen des Amts für Umwelt und Energie und der Industriellen Werke Basel zeigen, dass in den für den Zuströmbereich massgebenden Messstellen keine Pflanzenschutzmittelkonzentrationen und Nitratgehalte auftreten, die nach heutigem Wissensstand für den Menschen eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Schutzmassnahmen, die über bestehende Massnahmen in den Schutzzonen hinausgehen, sind deshalb bis auf weiteres nicht erforderlich.



Zuströmbereich zum Grundwasser Basel-Stadt

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