Im Grundwasser aus den Lockergesteinen (Rhein-, Birs- und Ergolztal) können an vielen Stellen anthropogene Spurenstoffe wie Pflanzenschutzmittel, leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe oder Arzneimittelrückstände nachgewiesen werden. Dies ist nicht erstaunlich, sind die Gebiete in den drei grossen Tälern des Kantons Basel-Landschaft doch dicht besiedelt und gewerblich und industriell genutzt. Die gefundenen Konzentrationen in den Trinkwasserfassungen sind jedoch sehr tief und stellen nach heutigen Erkenntnissen für die Bevölkerung kein Gesundheitsproblem dar. Eine entsprechende Aufbereitung bei der Nutzung als Trinkwasser ist nicht notwendig.
Neben diesen flächenhaften Nachweisen, können im Abströmbereich von ehemaligen Deponien verschiedenste Schadstoffe, die in der Phase der Industrialisierung, meist bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhundert, abgelagert wurden, gefunden werden. Es ist anzunehmen, dass ein grosser Teil der Chemikalien in den letzten Jahrzehnten bereits mit dem Regenwasser ausgewaschen und mit dem Grundwasser wegtransportiert wurden. Die heute im Grundwasser gefundenen Konzentrationen sind meist auf einem tiefen Niveau. Trotzdem stellen sie eine unerwünschte Beeinträchtigung der Grundwasserqualität dar. Momentan sind verschiedene Abklärungen im Gang, um die Situation besser beurteilen zu können und allenfalls notwendige Massnahmen einzuleiten. |