Grundwassermenge Basel-Stadt

Die rund 100 digitalen Grundwassermessstationen im Kanton zeigen, dass sich die meisten Grundwasserstände seit dem Trockenjahr 2003 erholt haben. Derzeit niedrige Grundwasserstände sind auf die länger andauernde Trockenheit im Herbst 2009 zurückzuführen. Dies stellt für die Grundwassernutzung kein Problem dar. Die Möglichkeiten für neue Grundwassernutzungen können mit dem Grundwassersimulationsmodell geprüft werden.
 
In den Jahren 2001 bis 2010 wurden im Kanton Basel-Stadt im Durchschnitt pro Jahr ca. 15.7 Mio. m3 Grundwasser für Trinkwasser und ca. 8.7 Mio. m3 für Brauchwasser genutzt. Dies ist gegenüber den Jahren 1996 bis 2000 eine Verringerung um 9 %.

 

Die Grundwassermenge verändert sich vor allem in Abhängigkeit der Niederschläge. Durch den extrem trockenen Sommer 2003 wurden in der Folgezeit an den Grundwassermessstellen entlang von Rhein und Birs die niedrigsten Grundwasserstände seit Beginn der Aufzeichnungen (1976) gemessen. Die regelmässigen Aufzeichnungen an den rund 100 Messstationen des Kantons erfolgen digital. Sämtliche Daten werden per Computer automatisch abgerufen. Sie zeigen, dass sich die Grundwasserstände an den meisten Messstellen seit 2003 erholt haben. Infolge der länger andauernden Trockenheit im Herbst 2009 sind die Grundwasserstände wieder etwas zurückgegangen.



Verlauf Grundwasserstände bei Messstation 1433, Rosentalanlage 1999-2010 (Quelle: AUE Basel-Stadt)


Grundwasser-Messstation in Basel (Quelle: AUE Basel-Stadt)


Die zur Verfügung stehende Menge an Grundwasser wird im Stadtgebiet zusätzlich durch Firmen und Privatpersonen beeinflusst, die in grossen Mengen Grundwasser aus 41 Anlagen zur Wärmegewinnung, Kühlung, etc. nutzen. Bei jedem Gesuch wird geprüft, ob die lokalen Verhältnisse die beabsichtigte Förderung zulassen. Dazu wurde teilweise das Grundwassersimulationsmodell eingesetzt. Es liefert Angaben über das «woher, wohin, wann und wieviel» der Grundwasserströme.
 
Um die Grundwasserneubildung zu fördern, darf Niederschlagswasser und genutztes Grundwasser wenn immer möglich nicht in die Kanalisation abgeleitet sondern muss versickert werden. Insgesamt wurden in Basel-Stadt zwischen 2001 und 2010 total 565 Versickerungsbewilligungen erteilt.
 
Links:
Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt, Thema Quantitative Entwicklung des Grundwassers:
» www.aue.bs.ch/jahrbuch-hydrografisch.htm

Umweltbericht beider Basel, nachhaltige Regenwasserentsorgung:
Wasser>Siedlungsentwässererung>Regenwasserentsorgung

http://www.umweltberichtbeiderbasel.ch/Nachhaltige-Regenwasserentsorgung.215.0.html