Grenzüberschreitende Aspekte Basel-Stadt

Obwohl die Deponie Gravière Nord auf französischem Boden liegt, muss der Kanton Basel-Stadt durch Grundwasser- und Bodenuntersuchungen eine Gefährdungsabschätzung vornehmen.
 
Der Kanton Basel-Stadt und darin ansässige Firmen haben aufgrund der räumlichen Begrenzung bereits in früheren Jahren Abfälle ausserhalb des Kantonsgebietes abgelagert. So wurden zum Beispiel in der alten Kiesgrube Deponie Gravière Nord (französische Autobahnzollanlage Plate-forme TIR) zwischen den Jahren 1950 und 1970 Asche und Schlacke der Kehrrichtverbrennungsanlage sowie Industrieabfälle der Chemie deponiert. Da der Kanton Basel-Stadt der letzte Betreiber der Deponie war, muss dieser nach französischem Recht die Untersuchungen des Grundwassers und eine Gefährdungsabschätzung vornehmen. Das Untersuchungsprogramm wurde zwischen Vertretern der Gemeinde St. Louis, der «Interessengemeinschaft Deponiesicherheit in der Region Basel – IGDRB», der französischen Umweltbehörde DRIRE und des AUE Basel-Stadt abgestimmt. Der abschliessende Bericht des mit der Untersuchung beauftragten französischen Ingenieurbüros ANTEA liegt vor. Die definitive Beurteilung und Stellungnahme durch die französischen Behörden erfolgt nach Abschluss des Grundwasser-Monitorings. Dieses sieht vor, dass Grundwasser im Abstrom der Deponie für die nächsten zwei Jahre vierteljährlich zu untersuchen.

 


Bohrkern aus der Untersuchung Deponie Gravière Nord (D. Hube, ANTEA)

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