Die erfreuliche Bilanz haben die zuständigen Amtsstellen zum Anlass genommen, neue Modelle für den Vollzug der verschiedenen Umweltschutzgesetze zu entwickeln und umzusetzen. Betreibern und Eigentümern von abwasserrelevanten Anlagen wird mehr Selbstverantwortung zugestanden. So wurden mit einigen Firmen der chemischen Industrie Kooperationsvereinbarungen und mit verschiedenen Branchen so genannte Branchenvereinbarungen geschlossen. Die Verantwortung über Einhaltung der Gesetzgebung wird damit den Inhabern übergeben.
Trotz des hohen Standards im Gewässerschutz kommt es immer noch zu diversen Fehleinleitungen durch Havarien und Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Auch ist das Grundwasser durch die verschiedenen gewerblichen und Industriellen Tätigkeiten sowie durch Altlasten nach wie vor gefährdet. Die äussere Struktur unserer Fliessgewässer sind geprägt durch die Begradigungsaktivitäten der letzten Jahrzehnte und damit weit von einem ökologisch ausgewogenen Zustand entfernt.
Die Nullemission ist Phantasie. Deshalb ist die Überwachung der Gewässer auch zukünftig von grosser Bedeutung, um den erreichten Standard weiterhin sicherzustellen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die Zukunft zu sichern und die Vitalität der Fliessgewässer zu bewahren. Intensiviert werden müssen zukünftig Aktivitäten mit dem Ziel, unsere Gewässer ökologisch aufzuwerten. Die Erhöhung der Selbstreinigungskraft der Gewässer ist immer noch eines der wichtigsten Ziele des zukünftigen Gewässerschutzes. |