Gerätebenzin, oder auch Alkylatbenzin, enthält auf synthetischem Wege gewonnene Bestandteile von Benzin. Dabei werden Raffineriegase zu einem ausserordentlich reinen Treibstoff veredelt. Gerätebenzin ist weitgehend frei von gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Benzol, Xylol, Toluol und anderen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Krebserregendes Benzol und andere Aromaten sind in den Abgasen um mehr als 80% reduziert.
Das Lufthygieneamt beider Basel hat bereits 2002 das Thema Gerätebenzin aufgegriffen, da sich beim Einsatz dieses Treibstoffes im Rasenmäher der Ausstoss problematischer Schadstoffe deutlich verringern lassen. Dazu kommt, dass Gerätebenzin chemisch stabil ist und hohe Standzeiten erlaubt.
Während herkömmliches Benzin einen grossen Anteil an Aromaten enthält, besteht Gerätebenzin mehrheitlich aus Alkanen (Paraffine). Im Vergleich zu den robusten Aromaten lassen sich Alkane effizienter verbrennen, da sie keine Benzolringe enthalten. Zu den schädlichsten Abgasen gehören insbesondere Benzol und nHexan. Benzol ist erwiesenermassen krebserregend. Einige Messungen zeigen, dass sich durch den Einsatz von Alkylatbenzin die Emissionen von Benzol und nHexan im Vergleich zum Betrieb mit herkömmlichem Benzin um über 80 % reduzieren lassen. Dies ist aus lufthygienischer und gesundheitlicher Sicht der Hauptvorteil Alkylatbenzin. Zudem verringern sich die NOx Emissionen durch den Einsatz von Alkylatbenzin gegenüber herkömmlichem Benzin um ca. 20 bis 30 %. Generell sollte versucht werden, die schädlichsten Kohlenwasserstoffe sowohl in den Abgasen als auch während des Betankens eines Motors so tief wie möglich zu halten. Da durch das Einatmen der Dämpfe oder bei Hautkontakt Kohlenwasserstoffe in den Blutkreislauf gelangen ist man insbesondere auch beim Betanken von Geräten diesen Stoffen ausgesetzt. Alkylatbenzin ist in diesen Situationen besonders vorteilhaft. |