Freizeit und Erholung

Natur und Landschaft sind unsere Lebensgrundlage. Zugleich leisten sie einen entscheidenden Beitrag an unser seelisches Wohlbefinden. Die Bedeutung der Landschaft für Freizeit und Erholung nimmt daher stetig zu. Gefördert wird diese Entwicklung durch die hohe Mobilität und die Freizeitindustrie, welche neue Bedürfnisse schafft und Ansprüche steigen lässt. Dies führt dazu, dass die Erholungsnutzung in der Landschaft zunehmend Spuren hinterlässt. Dort, wo die Trittbelastung gewisse Grenzen übersteigt, wird die Vegetationsdecke sichtbar geschädigt. Nicht direkt sichtbar sind die Auswirkungen von Störungen auf Wildtiere und Vögel. Aus diesem Grunde wurde im Jagdgesetz eine Leinenpflicht für Hunde während der Brut- und Setzzeit festgelegt (März bis Juni). Im Agglomerationsbereich von Basel und an beliebten Ausflugszielen ist der Erholungsdruck auf die Landschaft heute erheblich.

 


Auch der Wald ist heute Tummelplatz für die gesamte Bevölkerung.

Zusätzlich zur «nicht organisierten», individuellen Erholungsnutzung kommt die stetig steigende Zahl von Anlässen jeglicher Art (Open Air-Konzerte, Sportanlässe etc.). Deshalb wurde für den Sportsektor 2003 unter Federführung des Amtes für Raumplanung ein «Runder Tisch» mit allen Betroffenen geschaffen (Fortswirtschaft, Jagd, Sport- und Naturschutzverbände etc.), um Konflikte zu erkennen und Lösungen zu suchen. Daneben finden seit längerer Zeit direkte Gespräche mit einzelnen Sportvebänden statt (Regionaler OL-Verband, IG Klettern Basler Jura). Für den Problembereich «Kletterei/Naturschutz» wurde in den vergangenen Jahren eine Gesamtübersicht erarbeitet. Ende 2005 zeichnete sich eine Einigung ab. Für einzelne Waldreservate mit grossem Erholungsdruck konnten zusammen mit den Sportverbänden und allen Betroffenen Konzepte zur Lenkung der Erholungsnutzung erarbeitet werden (Sissacherfluh-Chienberg, Ermitage-Chilchholz). Zur Zeit ist eine Subkommision des «Runden Tisches» daran, Problemlösungen für den Konflikt zwischen Wanderern und MTB-Fahrenden zu erarbeiten. Im Rahmen eines Pilotprojekts im Gebiet Blauen soll ein «Musterlösungsweg» gefunden werden, der auf weitere Konfliktrahmen anwendbar ist.