Die beiden Basel liegen im Schnittpunkt von geologischen Strukturen, die seismisch immer wieder reaktiviert werden können. Erdbeben sind trotz der geringen Eintretenswahrscheinlichkeit ein wichtiger Punkt in der Störfallvorsorge.
Aufgrund einer Vereinbarung des Sanitätsdepartements (heute Gesundheitsdepartement) des Kantons Basel-Stadt mit den Grossfirmen der Basler Chemischen Industrie vom November 1999 sind bis Ende 2003 alle störfallrelevanten Bauten und Anlagen auf ihre Erdbebensicherheit überprüft worden. Alle Bauten und Anlagen, die dem durch die SIA-Norm definierten Bemessungsbeben nicht standhalten würden, werden bis 2010 erdbebensicher gemacht oder ausser Betrieb gesetzt. Alle beteiligten Chemie- und Pharmafirmen haben bereits (Stand Mai 2006) wesentliche Sanierungen vorgenommen.
Im Gebiet Pratteln / Schweizerhalle haben die grossen Konzerne der Chemischen Industrie in den vergangenen Jahren eine Grobbeurteilung der Erdbebensicherheit für ihre Bauten und Trankanlagen mit dem BWG-Verfahren Stufe 2 (BWG = bis 2005 ehemaliges Bundesamt für Wasser und Geologie) oder mittels Checklistenverfahren in Auftrag gegeben. |