Entwicklung Ozon (O3)

Die Luftbelastung durch Ozon ist in jedem Sommer überall zu hoch. Die Belastung ist im Jura und im ländlichen Gebiet länger zu hoch als in den Siedlungen. Unterschiede von Jahr zu Jahr sind durch heiss – trockene oder nass – kalte Sommer bedingt. Auf den Höhenlagen zeigt sich ein rückläufiger Trend der Belastung.

 

Am häufigsten ist die Ozonbelastung in den Höhenlagen von Jura und Schwarzwald übermässig. Niedriger ist sie im ländlichen Umland der Stadt Basel und am geringsten ist die Ozonbelastung in der Stadt Basel. Grund für diese räumlichen Unterschiede der Ozonbelastung ist, dass Ozon nachts durch andere Schadstoffe abgebaut wird. Diese Schadstoffe werden durch den Verkehr produziert. Deshalb wird Ozon in der Stadt nachts praktisch auf null abgebaut, auf dem Land bleibt hingegen die Ozonbelastung auch während der Nacht auf hohem Niveau.

Ozon entsteht aus anderen Schadstoffen unter dem Einfluss von starker Sonnenstrahlung. Deshalb sind die Ozonkonzentrationen im Sommer am höchsten und je heisser ein Sommer ist, umso höher steigt auch die Ozonbelastung. So sticht der heisse «Jahrhundertsommer» 2003 durch die grösste Ozonbelastung deutlich hervor (siehe Kapitel Sommersmog). Die Ozonbelastung auf den Höhenlagen hat seit 1992 abgenommen, von 900 Stunden auf unter 600 Stunden pro Jahr. In der Stadt Basel hingegen ist im gleichen Zeitraum die Ozonbelastung auf dem gleichen Niveau geblieben. 



Auf den Höhenlagen hat die Dauer der übermässigen Belastung langfristig abgenommen. Der heisse «Jahrhundertsommer» 2003 sticht durch markant höhere Werte hervor.

In den Jahren 2009 und 2010 ist die Ozonbelastung wieder etwas angestiegen, 2010 betrugen die Maximalwerte in der Stadt 194 Mikrogramm pro Kubikmeter und auf dem Land 201 Mikrogramm pro Kubikmeter.



Übermässige Ozonbelastung tritt auf dem ganzen Gebiet der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft auf. Dabei werden nicht nur die höchsten, sondern auch die längsten übermässigen Belastungen auf den Jurahöhen gemessen.