Energieholz

Nur am Rande bzw. in einer anderen Art von der Globalisierung der Holzpreise berührt ist der Brennholzmarkt. Dieser hat eine durchaus noch regionale Ausprägung. Die Wiederbelebung des Absatzmarktes Brennholz ist nicht Zufall, sondern das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Waldeigentümern, Unternehmen und Politik. Die konsequente und vorbildliche Förderung energetischen Holzverwertung seit den 80er Jahren hat in der Region nicht nur zu überdurchschnittlich vielen Holzschnitzelheizungen geführt und damit einen wichtigen Absatzkanal eröffnet. Der aus dem ständigen Vergleich mit dem Konkurrenzprodukt Öl resultierende Zwang zu tiefen Gestehungskosten hat zu einer Bündelung der Kräfte und zu einem hohen Mechanisierungsgrad bei der Aufarbeitung des Brennstoffs geführt. Insbesondere mit der grösseren Holzschnitzelheizung in Liestal und Grossholzheizkraftwerk in Basel konnte der Absatz für Energieholz weiter gesteigert werden. Davon würde neben den Waldeigentümern auch die Umwelt profitieren. 120'000 m3 Rohholz in der Zusammensetzung von 30% Nadel- und 70% Laubholz besitzen einen Heizwert von 311 GW und vermögen 26'200 Tonnen Heizöl jährlich zu ersetzen.

 



Moderne Grossholzheizanlagen erzeugen Wärme und Energie aus Hackschnitzeln.


Energieholz, hier Buchenspälten, liefert umweltfreundliche Wärme.

Holz – Energie, die nachwächst
Es gibt gute Gründe für einen vermehrten Holzverbrauch:
Wer mit Holz heizt, schützt das Klima!
Wer mit Holz heizt, nützt unserem Wald. Unser Wald braucht Pflege. Dabei fallen nebst dem Stammholz auch Sortimente an, die sich als Energieholz eignen.
Wer mit Holz heizt, erhöht die Versorgungssicherheit unseres Landes und stärkt unsere Volkswirtschaft.
 
Wussten Sie, dass
… Energieholz bereits heute 500'000 Tonnen Erdöl einsparen hilft und damit die zusätzliche Freisetzung von 1,5 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre verhindert? Diese Zahlen könnten problemlos verdoppelt werden.
… Holz beim Verrotten genau gleichviel CO2 freisetzt wie beim Verbrennen?
… die Holzverbrennung gleich viel CO2 freisetzt, wie die Bäume während ihres Wachstums der Luft entzogen haben? Und dass heizen mit Holz deshalb CO2-neutral ist?
… jeder Ersatz von Öl oder Gas durch Holz das Klima entlastet?
… von 100 in Holzenergie investierten Franken 52 in die Region und 48 in die restliche Schweiz fliessen, beim fossilen Energieträger Gas dagegen 14 Franken in die Region, 12 in die Schweiz und 74 Franken ins Ausland?
 
Feinstaub
Der überproportionale Anteil der Holzheizungen an der Feinstaubproblematik hat viel mit Anlagen zu tun, die nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprechen oder falsch betrieben werden. Moderne, richtig betriebene Holzheizungen (Qualitätssiegel von Holzenergie Schweiz) gewinnen aus dem Holz schadstoffarm und effizient behagliche Energie. Mit dem konsequenten Vollzug verschärfter Vorschriften sowie Anreizen für besonders gute Anlagen kann der Bund einen wichtigen Beitrag leisten, damit Holz aus dem Schweizer Wald nicht nur eine nachwachsende, CO2-neutrale und sichere, sondern auch eine besonders umweltfreundliche Energie bleibt. Das Ziel von Holzenergie Schweiz ist eine möglichst schnelle Verdoppelung der Holzenergienutzung in der Schweiz. Diese müssen wir erreichen, ohne dass die Belastung unserer Luft mit Feinstaub aus Holzheizungen zunimmt.
 
Links:
Holzenergie Schweiz:
» www.holzenergie.ch