Erstaunlicherweise fehlt nur selten der Wille zum Energiesparen. Die Ursachen liegen tiefer: Der wachsende Komfortanspruch an Wohnfläche (m2 pro Person) und Raumklima in Büros und Geschäften (immer wärmer im Winter und kühler im Sommer) sowie der stetig steigende Mobilitätsdrang fallen mehr ins Gewicht als sämtliche Bemühungen zur Reduktion des Verbrauchs. Die Schmerzgrenze scheint noch nicht erreicht, obwohl diese mehr und mehr fühlbar ist, gerade im Verkehr. Immer häufiger kollabiert das Verkehrssystem, die Stauzeiten steigen und die Fahrzeuge mutieren zu «Steh»zeugen. Trotz all dieser «guten Argumente» für bessere Energienutzung wird bei der Tätigung einer Investition (Hausbau etc.) keine Gesamtkostenbetrachtung während der Nutzungsdauer angewandt. Würde dies gemacht, wären die Kostenvorteile für Energieeffizienz-Investitionen klar erkennbar.
Die Produktion erneuerbarer Energien verzeichnet zwar beeindruckende Zuwachsraten. In absoluten Zahlen ist ihr Beitrag zum Gesamtenergieverbrauch aber immer noch von geringer Bedeutung. Schon in naher Zukunft wird sich zeigen, ob die bereits heute erkennbaren Probleme (oil peak, Stromlücke, globale Erwärmung) ausreichenden Druck erzeugen, damit beispielsweise das Ziel einer 2000 Watt-Gesellschaft erreicht werden kann. Letztlich haben wir aber gar keine andere Wahl, als die Energiepolitik nachhaltig zu entwickeln, denn wir (ver)brauchen unseren Heimatplaneten und seine Schätze. Uns hingegen braucht die Erde nicht … |