Grundwasserqualität
In den Jahren 2008 und 2009 hat das Amt für Umweltschutz und Energie BL umfassende Studien zur Grundwasserqualität im Raum Muttenz durchgeführt. An rund 120 Messstellen wurden geochemische Parameter, Schwermetalle sowie Spurenstoffe analysiert. Dadurch konnte erstmal ein gesamthaftes Bild der Schadstoffbelastung gezeichnet werden. Fazit aus den Untersuchungen ist, dass die Deponien früher - vor der Rheinwasserinfiltration - zu einer Belastung des Grundwasserleiters geführt haben. Die heute festgestellten Belastungen des Grundwassers im Hardwald stammen aus der Remobilisierung der damals absorbierten Stoffe. Ein aktueller Eintrag aus den Deponien zu den Trinkwasserbrunnen findet aufgrund der Strömungsverhältnisse im Grundwasser nicht statt.
Die Belastung mit Tetrachlorbutadien im Hardwald, welche heute die Aufbereitung des Trinkwassers mit Aktivkohle notwendig macht, stammt ursprünglich aus dem Rhein. Der Rhein war in den 70er Jahren mit Tetrachlorbutadien belastet. Durch die künstliche Grundwasseranreicherung mit Rheinwasser wurde die Substanz in den Untergrund eingetragen, von wo sie heute langsam remobilisiert wird. Zusätzlich zu den Grundwasseranalysen wurde ein numerisches 3D-Grundwassermodell aufgebaut mit welchem verschiedene historische, wie aktuelle Grundwasserströmungsverhältnisse berechnet werden können. Die Resultate aus dem Grundwassermodell sind in Übereinstimmung mit den Analysenresultaten.
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