Dünger

Sowohl die im Handel erhältlichen Mineraldünger, als auch Kompost oder Klärschlamm enthalten neben den erwünschten Nährstoffen auch problematische Stoffe.
 
Schwermetalle in Düngern stellen eine Umweltgefahr dar
Zu den problematischen Stoffen gehören die Schwermetalle, welche mit dem Dünger in den Boden gelangen und so dessen Fruchtbarkeit wie auch die Qualität der produzierten Futter- und Nahrungsmittel beeinträchtigen können. Diese Tatsache ist speziell problematisch, da Dünger in relativ grossen Mengen eingesetzt werden. Dünger zählen daher potenziell zu den umweltgefährdenden Stoffen und unterstehen entsprechenden Vorschriften.
 
Marktkontrolle von Handelsdüngern
In den Jahren 2002 und 2004 wurden unter der Federführung des Kantons Basel-Landschaft erstmals gesamtschweizerisch koordinierte Marktkontrollen von Handelsdüngern durchgeführt. In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft wurden insgesamt 46 Handelsdünger bei Herstellern und Importeuren Muster gezogen. Die Proben wurden bezüglich Schadstoffgehalt, Kennzeichnungsvorschriften sowie auch der düngerrechtlichen Anforderungen an die Nährstoffgehalte untersucht.
 
Dabei zeigten sich einerseits bei der Kennzeichnung recht häufig Mängel, was dazu führen kann, dass die Anwender nicht über die nötigen Informationen für eine bedarfsgerechte und umweltverträgliche Düngung verfügen. Ebenso waren teilweise grössere Abweichungen zwischen den deklarierten Nährstoffgehalten und der effektiven Zusammensetzung der Dünger zu vermerken (insbesondere bei den Phosphatlöslichkeiten und den Kalkgehalten).
 
Als speziell problematisch ist die Überschreitung der maximal zulässigen Schadstoffgehalte bei einzelnen Produkten einzustufen. So wiesen rund 20% der überprüften mineralischen Phosphatdünger zu hohe Cadmiumgehalte auf und mussten entsprechend beanstandet werden. Die betroffenen Firmen werden in Zukunft entsprechende Qualitätszusicherungen von ihren Lieferanten verlangen und die Produkte strenger kontrollieren müssen.
 
Stichprobenkontrollen weiterhin wichtig
Das Ergebnis der Marktkontrollen zeigt, dass auch bei Handelsdüngern Stichprobenkontrollen sehr wichtig sind, wenn die gesetzlichen Vorschriften durchgesetzt und die Umwelt vor problematischen Stoffen geschützt werden soll. Die kantonsübergreifenden Kampagnen in Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden stellen dabei ein wichtiges und wirkungsvolles Instrument dar.