Positive Entwicklung
Die Benthosuntersuchungen der beiden Kantone reichen zum Teil bis Mitte der 70er Jahre zurück. In zahlreichen Gewässern kann somit neben dem aktuellen Zustand auch die langfristige Entwicklung dokumentiert werden. Auf der Basis langer Datenreihen zeigt sich beispielsweise an der Ergolz, dass die kontinuierliche Verbesserung der chemischen Wasserqualität in den letzten Jahrzehnten die Kleintierfauna positiv beeinflusst hat. Vielerorts ist eine Zunahme der Artenvielfalt zu erkennen, wobei auch immer mehr seltene oder gefährdete Insektenarten von den verbesserten Umweltbedingungen profitieren. In dichter besiedelten Einzugsgebieten hingegen, wie z.B. im Leimental, wirken sich Schadstoffeinleitungen aus der Siedlungsentwässerung oder aus überlasteten Kläranlagen in Verbindung mit monotonen Gewässerstrukturen negativ auf die Zusammensetzung dieser Lebensgemeinschaften aus. Die seit Mitte der 90er Jahre auftretende, massenhafte Vermehrung neu zugezogener Arten im Rhein hat zu einem bedrohlichen Rückgang der heimischen Rheinfauna geführt. Glücklicherweise blieben bisher die Seitengewässer Wiese, Birs, Birsig und Ergolz frei von «fremdländischen» Arten.