Deponierung von Bauabfällen

Trotz der gut ausgebauten Sortierung und Verwertung bleibt bei den Bauabfällen stets ein grosses Volumen zur Deponierung.

 

Zu mehr als 80% handelt es sich dabei um Aushubmaterial, welches entweder zur Auffüllung von Abbaustellen (Kiesgruben, Steinbrüche) verwendet werden kann oder aber auf einer Inertstoffdeponie abgelagert werden muss. Die Inertstoffdeponien dienen auch der Ablagerung der nicht verwertbaren Anteile aus dem Bauschutt (z.B. asbesthaltiges Material) sowie von leicht verunreinigtem Aushubmaterial, wobei recht strenge Anforderungen bezüglich der Qualität gelten. Im Kanton Basel-Landschaft sind heute sechs Inertstoffdeponien in Betrieb.
 
In Basel-Stadt soll sauberer Aushub auf den Bauplätzen grösstenteils zur Hinterfüllung (wieder) verwendet werden. Überschüssige Mengen werden in süddeutsche und elsässische Kiesgruben exportiert und dort zur Auffüllung bzw. Rekultivierung benutzt. Stark zugenommen hat das Recycling von sauberen Abbruchmaterialien wie Mauerbruch und Beton. Diese Entwicklung, die gleichzeitig Deponievolumen einspart, wird konsequent gefördert.
 
Zum Teil wird auch Aushub mit Reststoffqualität aus Altlastsanierungen auf Reststoff-Deponien entsorgt. Dabei gilt es künftig vermehrt zu prüfen, ob nicht alternative Entsorgungswege wie z.B. die Verwertung in einer Bodenwaschanlage oder eine thermische Verwertung auch für diese Materialien zur Verfügung stehen. Vorbild könnte hier die Verwertungsregel des Kantons Zürich sein, die je nach Qualität des belasteten Aushubs bestimmte Verwertungsquoten vorschreibt.
 

 

Links:
AUE-BS-Homepage, Thema Bauabfälle/Deponien:
» www.aue.bs.ch/fachbereiche/abfaelle/ba-deponien.htm
 
Entsorgungsverzeichnis Nordwestschweiz, Thema Deponien/Verbrennungsanlagen:
» www.entsorgungsverzeichnis.ch