Die rasch wachsende Flut elektronischer Geräte bringt es mit sich, dass auch in steigendem Mass Problemstoffe in Umlauf gesetzt werden, die zwar technisch nützlich, für die Umwelt aber heikel sein können.
Steigende Mengen und lange Wirkung in der Umwelt
Zu den problematischen Stoffen gehören die bromierten Flammschutzmittel, die in grossem Umfang in Kunststoffteilen (Gehäuse, etc.) von elektronischen Geräten eingesetzt werden, daneben aber auch in Fahrzeugen, Baustoffen, Möbeln und Textilien Verwendung finden. Ihre Freisetzung bei der Produktion und insbesondere bei der späteren Entsorgung kann die Umwelt gefährden, da diese Verbindungen unter natürlichen Bedingungen kaum abgebaut werden und sich im Fettgewebe von Säugern und Vögeln anreichern. So lassen sich bromierte Flammschutzmittel sogar schon in Eisbären in der Arktis nachweisen.
Es gibt Hinweise auf krebserregende und hormonaktive Wirkungen dieser Verbindungen sowie auf eine Störung der Entwicklung des Nervensystems in den frühen Entwicklungsphasen (Embryonalstadium, Neugeborene). |