Die auch in den beiden Basel vorhandenen hohen Stickstoffdepositionen dürften sich mittel- und langfristig negativ auf das Waldökosystem auswirken. Obwohl zur Zeit mit zunehmender Stickstoffablagerung noch ein gesteigertes *Wachstum festgestellt werden kann, dürfte dies infolge Limitierung anderer Nährstoffe langfristige gehemmt werden. Dies ergaben Versuche des IAP. Das durch die einseitige Stickstoff-Düngung unserer Waldbäume induzierte Nährstoffungleichgewicht kann insbesondere die Anfälligkeit der Bäume gegenüber Parasiten erhöhen. Ein besonderes Problem stellt die durch die Stickstoffablagerung zunehmende Bodenversauerung bzw. Verarmung der Waldböden an basischen Kationen (wichtige Nährstoffe) dar. Mit zunehmender Bodenversauerung nimmt die wichtige Regenwurmpopulation ab und die Freisetzung für die Bäume giftigen Aluminiumionen im Boden zu. Dies kann sich wiederum negativ auf die Bodenfruchtbarkeit und das Wurzelwachstum auswirken. In sauren Böden verlagert sich die Wurzelbildung vornehmlich in den Oberboden, was die Bäume trockenstressempfindlicher und windwurfanfälliger macht. |