Qualität der produzierten Recyclingprodukte befriedigt noch nicht
Die von den Bundesbehörden gemeinsam mit der Branche erarbeiteten Qualitätsanforderungen gehen davon aus, dass die verschiedenen Materialkategorien (Betonabbruch, Ausbauasphalt, Strassenaufbruch und Mischabbruch) so weit als möglich getrennt erfasst, verarbeitet und wieder eingesetzt werden. Dies steht aber im Widerspruch zu den Interessen der Anlagebetreiber, welche in erster Linie eine bautechnisch gute «Hausmischung» gewinnen möchten, die sich für Kofferungen und Grabenauffüllungen eignet.
Zudem ist auch die Problematik bestimmter Stoffe (Belag mit teerhaltigem Bindemittel, Asbestzement, etc.) noch zu wenig bekannt, sodass derartige Stoffe bei der Produktion von Recyclingbaustoffen noch mit verarbeitet werden. Dies wiederum führt dazu, dass Vorbehalte der Bauherrschaft gegenüber dem Einsatz von Recyclingbaustoffen kaum ausgeräumt werden können und diese daher nicht für anspruchsvolle Zwecke Verwendung finden.
Bund und Kantone bemühen sich daher, einerseits die Qualität der Recyclingbaustoffe schrittweise zu verbessern, diese aber gleichzeitig von ihrem «Abfall»-Image zu befreien und einem möglichst hochwertigen Einsatz zuzuführen. |