Bauholz

Wandel im Absatzmarkt
Die Waldeigentümerschaft ist heute mit einem Holzmarkt konfrontiert, der von tiefen Holzpreisen über alle Holzarten und Sortimente gekennzeichnet ist. Darüber vermögen gute Preise für einige wenige Spezialitäten nicht hinwegzutrösten. Gewandelt hat sich in den vergangenen knapp 80 Jahren auch der Absatzmarkt. So existieren in beiden Basel gerade noch auf Nadelholz spezialisierte Sägereien. Nicht wesentlich grösser ist in der gesamten Nordwestschweiz die Zahl jener Betriebe, die Laubstammholz verarbeiten. Zwangsläufig lokalen, bei Kollektivangeboten bestenfalls regionalen Anbietern stehen damit mehrheitlich nationale bis internationale Abnehmer gegenüber. Auch der Holzmarkt ist heute ein internationaler und damit verbunden das Preisniveau ein europäisches.

 


Aus Stammholz wird im Sägewerk Bauholz.


Vieles ist aus Holz möglich, wie der Palais equilibre beweist.

Der Einfluss der aktuellen Holzpreise auf die Nutzungsmenge ist wesentlich und offensichtlich. Seit dem Sturm Lothar sind die Holzpreise massiv eingebrochen und haben sich seither nur unwesentlich erholt. Das Preisniveau ist inzwischen derart tief, dass aus jedem genutzten Kubikmeter ein negativer Deckungsbeitrag resultiert. Die tiefe Nutzungsmenge ist daher Ausdruck des Verhaltens der Forstbetriebe, nur Holzschläge durchzuführen, für welche die Abnahme des Holzes gesichert ist oder Restkostenbeiträge der öffentlichen Hand sichergestellt sind.