Die Basler Klimareihe dokumentiert die Entwicklung der Temperatur in der Region Basel seit 1755. Sie ist damit eine der ältesten ununterbrochenen Messreihen Europas, zusammen mit derjenigen von Wien (Österreich), De Bilt (Niederlande) und Potsdam (Deutschland). Seit dem Jahr 2005 wird sie durch den Meteorologischen Verein der Region Basel geführt.
Die markante Temperaturzunahme ist einerseits eine Folge der globalen Klimaerwärmung, andererseits eine Folge des Stadtklimas. Die Temperatur in einer Stadt ist rund 0.5 bis 1°C wärmer als im Umland.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die mittlere Jahrestemperatur von 9°C auf heute 11.0°C zugenommen. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Temperaturzunahme noch verstärkt: So lag das Temperaturmittel seit 1984 22 mal über 10°C, in den ganzen 230 Jahren vorher war dies nur während 17 Jahren der Fall. Die zehn höchsten Jahresmitteltemperaturen sind alle in den 18 Jahren seit 1988 aufgetreten.
Die Änderungen der Wärmebedingungen haben auch biologische und wirtschaftliche Folgen. So tritt heute der Beginn der Kirschenblüte zehn Tage früher ein als noch vor 60 Jahren. Die Gradtagszahl als Mass für die Notwenigkeit im Winter zu heizen, hat sich seit 1960 um 15 Prozent verringert.