1. Pilotprojekt zur Installation einer Staubminderungswand bei Tunnelportalen (Massnahme V7)
Im österreichischen Klagenfurt wird beim Projekt «Sound and Particle Absorbing System» (SPAS) die Kombination von konventionellen Lärmschutzsystemen mit neu adaptierter Filtertechnik erprobt, welche die Feinstaubbelastung z.B. bei Tunnelportalen deutlich senkt. Die im Projekt SPAS in Klagenfurt entwickelten Feinstaubfilterelemente sollen im Rahmen eines Projekts auch in der Schweiz getestet und eingesetzt werden. Da die in Frage kommenden Standorte vorwiegend Nationalstrassen sind, liegt die Verantwortung beim Bund, insbesondere beim Bundesamt für Strassen. Antrag: Zur Minderung der PM10-Belastung im Bereich von Strassen-Tunnelportalen ist das im Projekt SPAS entwickelte Feinstaubrückhaltesystem im Rahmen eines Pilotprojekts an einem noch zu wählenden Tunnelportal zu testen.
2. Förderung von stickstoffarmen Heizöl extra Leicht (Massnahme E5):
Der mittlere Stickstoffgehalt im handelsüblichen Heizöl extra Leicht (HEL) liegt bei rund 180 mg/kg. Auf dem Markt ist HEL mit einem normierten gebundenen Stickstoff-gehalt von maximal 100 mg/kg erhältlich. Würde in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft nur HEL mit einem tieferen Stickstoffgehalt verwendet werden, könnten die Stickoxid-Emissionen jährlich um rund 30 Tonnen reduziert werden. Mit geeigneten Massnahmen ist deshalb die Verwendung von stickstoffarmen HEL zu fördern. Eine Möglichkeit wäre die Einführung einer Lenkungsabgabe (z.B. 5 Rappen pro Liter) auf HEL mit einem Stickstoffgehalt von mehr als 120 mg/kg; dies analog der Abgabe auf dem Schwefelgehalt, welche vollständige Lenkungswirkung dank frühzei-tiger Ankündigung unmittelbar nach der Einführung entfaltete; der Markt wurde fast vollständig mit schwefelarmem HEL versorgt. Eine weitere Möglichkeit wäre das Verbot von stickstoffreichem HEL. Antrag: Mit geeigneten Massnahmen ist die Verwendung von HEL mit tieferem Stickstoffgehalt zu fördern.
Eine Antwort des Bundesrates zu den Anträgen steht noch aus.
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