Ammoniakminderung in der Landwirtschaft

Ställe, Hofdüngerlager und das Ausbringen von Hofdünger führen zu erheblichen Ammoniakemissionen. Die Emissionen sollen durch die Reduktion des Einsatzes von stickstoffhaltigem Zusatzdünger und Massnahmen bei der Hofdüngerlagerung (feste Abdeckung) reduziert werden. Bei der Ausbringung von Gülle sollen emissionsarme Gülleausbringungstechniken (Schleppschlauchtechnik) durch Beratung und finanzielle Anreize gefördert werden.

Durch Kapselung der Gülle bzw. des Festmistes während der Lagerung können die Ammoniakverluste um mehr als 80 % gesenkt werden. Diese auf den meisten Betrieben ohne grossen Aufwand zu treffenden Massnahmen werden bei Neu- oder Umbauten von Güllegruben angewendet.

Durch den Einsatz von Schleppschlauchverteiler lassen sich die Ammoniak-Emissionen durch die bodennahe Ausbringung bei kühler, windarmer Witterung um bis zu 50 % reduzieren. Der Einsatz der Schleppschlauchtechnik wird deshalb finanziell unterstütz. Gestützt auf das Landwirtschaftsgesetz Basel-Landschaft hat der Regierungsrat BL beschlossen, für die Jahre 2004 bis 2009 insgesamt CHF 470'000.- an die Anschaffung von Schleppschlauchverteilern zu zahlen.

Durch Informations- und Motivierungskampagne unter der Leitung des Landwirtschaftszentrum Ebenrain mit Einbezug der landwirtschaftlichen Verbände, Schulen und Forschungsanstalten werden die Landwirte über die technischen Möglichkeiten und «weichen» Massnahmen (z.B. Wahl des Ausbringzeitpunkts von Hofdünger) informiert.  Mit der Beratung soll auch aufgezeigt werden, dass hohe Ammonikemissionen nicht nur umweltschädlich sind, sondern auch einen Stickstoffverlust bedeuten, der in vielen Fällen unökonomisch ist.