Altholz

Altholz fällt insbesondere im Baugewerbe bei Abbrüchen und Umbauarbeiten, daneben aber auch in Form von Verpackungen, Möbeln, etc. an. Je nach Qualität kann es zu Holzwerkstoffen aufbereitet oder in speziellen Feuerungen energetisch genutzt werden.
 
Erfassung und Aufbereitung in der Region funktionieren gut
Die Erfassung und Verwertung von Altholz hat sich in der Region bereits seit längerem gut eingespielt. Über Muldentransporteure oder Sortieranlagen gelangt das Altholz heute vorwiegend zu zwei Firmen auf dem Areal des Birsfelder Hafens sowie einer im Hafen Kleinhüningen, welche die Triage und/oder Aufbereitung vornehmen. Verarbeitet werden jährlich rund 45'000 Tonnen, wobei das Material nicht nur aus den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft stammt.
 
Die Anlagen müssen baulich und betrieblich so ausgerüstet sein, dass die Altholz-Verarbeitung ohne Beeinträchtigung der Umwelt (Sickerwasser, Staub, etc.) erfolgen kann. Sie gelten als Behandlungsanlagen für «andere kontrollpflichtige Abfälle» und benötigen daher eine kantonale Betriebsbewilligung.
 
Qualität für den Export muss verbessert werden
Während ein Teil des zerkleinerten Altholzes in speziell ausgerüstete Industriefeuerungen sowie Kehrichtverbrennungsanlagen in der Schweiz gelangt, welche strengen lufthygienischen Anforderungen genügen müssen, wird die Hauptmenge heute exportiert.

 


Für den Export bestimmte Altholzschnitzel

Dieses Holz wird teilweise ebenfalls in Industriefeuerungen eingesetzt, doch ein wesentlicher Teil gelangt in die Spanplattenherstellung und damit zurück in den Produktekreislauf. Da vor allem früher zum Teil sehr problematische Holzschutzmittel und Anstriche verwendet wurden, besteht die Gefahr, dass diese Stoffe über die Altholzverwertung wieder in Produkte gelangen.
 
Die Ergebnisse von professionell durchgeführten Probenahmen und Analysen bei aufbereitetem Altholz lassen erkennen, dass sowohl die Triage vor der Verarbeitung als auch die Qualitätsüberwachung der Produkte verbessert werden muss.
 
Mit der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zusammen mit der Branche erarbeiteten «Vollzugshilfe Holzabfälle» soll sichergestellt werden, dass nur diejenigen Holzfraktionen der stofflichen Verwertung zugeführt werden, die auf Grund ihrer geringen Schadstoffgehalte dazu geeignet sind. Auch die Qualität der Holzabfälle, die für die Verwendung in Industriefeuerungen bestimmt sind, soll mit der Vollzugshilfe besser kontrolliert werden.
 
Verwertung zur Energiegewinnung in der Region
Altholz, welches sich nicht für die Herstellung von Spanplatten eignet, wird heute grösstenteils in ausländischen Industriefeuerungen und Kraftwerken verwertet. In Zukunft gilt es dafür zu sorgen, dass dieser CO2-neutrale Energieträger vermehrt in der Region genutzt wird. Eine erste Möglichkeit dazu bietet das Holzkraftwerk der Industriellen Werke Basel, das im Jahr 2008 den Betrieb aufnahm und rund einen Viertel des Brennstoffbedarfs über Altholz deckt.