Dieses Holz wird teilweise ebenfalls in Industriefeuerungen eingesetzt, doch ein wesentlicher Teil gelangt in die Spanplattenherstellung und damit zurück in den Produktekreislauf. Da vor allem früher zum Teil sehr problematische Holzschutzmittel und Anstriche verwendet wurden, besteht die Gefahr, dass diese Stoffe über die Altholzverwertung wieder in Produkte gelangen.
Die Ergebnisse von professionell durchgeführten Probenahmen und Analysen bei aufbereitetem Altholz lassen erkennen, dass sowohl die Triage vor der Verarbeitung als auch die Qualitätsüberwachung der Produkte verbessert werden muss.
Mit der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zusammen mit der Branche erarbeiteten «Vollzugshilfe Holzabfälle» soll sichergestellt werden, dass nur diejenigen Holzfraktionen der stofflichen Verwertung zugeführt werden, die auf Grund ihrer geringen Schadstoffgehalte dazu geeignet sind. Auch die Qualität der Holzabfälle, die für die Verwendung in Industriefeuerungen bestimmt sind, soll mit der Vollzugshilfe besser kontrolliert werden.
Verwertung zur Energiegewinnung in der Region
Altholz, welches sich nicht für die Herstellung von Spanplatten eignet, wird heute grösstenteils in ausländischen Industriefeuerungen und Kraftwerken verwertet. In Zukunft gilt es dafür zu sorgen, dass dieser CO2-neutrale Energieträger vermehrt in der Region genutzt wird. Eine erste Möglichkeit dazu bietet das Holzkraftwerk der Industriellen Werke Basel, das im Jahr 2008 den Betrieb aufnahm und rund einen Viertel des Brennstoffbedarfs über Altholz deckt. |