Diese positive Entwicklung ist auf folgende abfallwirtschaftlichen Massnahmen zurückzuführen:
Die verursachergerechten Gebühren (Sackgebühren) wirken auch mehr als 10 Jahre nach ihrer Einführung immer noch. Da das Recycling für die Bevölkerung kostenlos ist und der Kehrichtsack demgegenüber etwas kostet, besteht für die AbfallerzeugerInnen ein klarer Anreiz, die Abfälle dem Recycling zuführen. Je mehr Wertstoffe sie separat sammeln, desto stärker werden sie finanziell entlastet. Wie sich gezeigt hat, wurde mit dem Basler Pilotversuch der Gratissperrgutabfuhr das Verursacherprinzip teilweise unterlaufen.
Das Informationsangebot wurde weiter verbessert. Mit den neuen Medien (Internet) und benutzerfreundlichen Entsorgungswegweisern (Abfallkalender, Entsorgen von A-Z) wird das Wissen um die umweltgerechte Entsorgung besser kommuniziert.
Die Recyclingangebote wurden ausgebaut oder besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt. So wurden beispielsweise in Basel in den letzten Jahren zwei Recyclingparks eröffnet, welche der Bevölkerung während attraktiven Öffnungszeiten ein Gesamt-Entsorgungsangebot sowohl für Abfälle wie auch für Wertstoffe anbieten. Die Basler Gemeinde Riehen bietet seit Mitte 2008 eine kostenlose Grünabfuhr für Küchen- und Gartenabfälle an, die von der Bevölkerung fleissig genutzt wird. Diese Grünabfuhr führte zu einer besseren Abfalltrennung, sodass die Riehener Hauskehrichtmenge um 20% zurückging. Auch in Basel-Landschaft haben die Gemeinden verschiedene Angebote für Separatsammlungen optimiert.